StartseiteEnglishDeutschSite Map

Deutsch:

Hans Durrer

Interkulturelles Coaching

Vorträge & Seminare

Publikationen

Interkulturelles

Über Fotografie

Von den Medien

Von fremden Ländern

Über Dies und Das

Allgemein:

Startseite

Contact

Disclaimer

wird angeboten in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

Vermittelt wird
hier:
* die kritische kulturelle Selbstreflexion
* Strategien zur Vermeidung kultureller Missverständnisse
* die verschiedenen kulturellen Aspekte der Kommunikation

Was verstehe ich unter interkulturellem Coaching?
Nun, ich sage meinen Klienten - allen, die sich für fremde Kulturen interessieren - was sie tun sollen, wenn sie sich mit Kulturen konfrontiert sehen, die sich von denjenigen, mit denen sie vertraut sind, unterscheiden.
Das geht doch nicht, werden jetzt vermutlich viele sagen, man kann doch den Leuten nicht sagen, was sie tun sollen, man muss ihnen zuhören. Und überhaupt, die müssen doch selber herausfinden, was gut für sie ist.
Einverstanden, doch das ist einfacher, wenn man Orientierungshilfen hat. Ich habe keineswegs die Erwartung, dass meine Klienten tun, was ich ihnen rate (sie tun es eh nicht); mein Ziel ist, sie mit nützlichen Beobachtungen und Gedanken in Bezug auf kulturelle Konditionierungen zu konfrontieren. Oder mit den Fehlern, die ich selber gemacht habe - das funktioniert übrigens bestens, weil natürlich niemand solche Fehler machen will, und speziell nicht meine vermeidbaren.

Hier ein Beispiel:
In Thailand ist die Idee des Schlange-Stehens nicht gerade weit verbreitet. Wütend fragte ich einmal einen Thai, der sich gerade vordrängelte, was Schlange-Stehen in Thai bedeute? Queue, sagte er. Das ist Englisch, erwiderte ich, aber was heisst es im Thailändischen? Queue, wiederholte er. Aha, dachte ich, das ist die Erklärung - wenn die kein Wort für das Schlange-Stehen haben, haben die natürlich auch keine Vorstellung davon, was es sein könnte.
Jahre später, anlässlich eines Gesprächs mit einer thailändischen Studentin an einer australischen Universität, sagte ich scherzend: Kein Wunder drängeln sich die Leute in Thailand beim Schlange-Stehen vor, ihr habt ja nicht einmal ein Wort dafür. Selbstverständlich haben wir ein Wort dafür, antwortete sie. Ein thailändisches? Ja, ein thailändisches. Wird es denn gebraucht? Es gibt Leute, die es brauchen, sagte sie.

Meine Schlussfolgerung?
Wen man über eine fremde Kultur befragt, ist oft wichtiger als was man fragt.
____